7
Spannender, im "Blair-Witch-Project"-Doku-Stil gehaltener Schocker, der durch den Einsatz der wackeligen Handkamera, die Darsteller und seinen fiktiven Doku-Team-Hintergrund sehr authentisch wirkt. Was als harmlose Feuerwehr-Dokumentation beginnt, wird für die Protagonisten schnell zum Horror-Alptraum - und für die Zuschauer zum packend-schaurigen Filmerlebnis.
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Nachdem ich mir mal ganze 30 Minuten von "Quarantäne" mit gemischten Gefühlen angesehen hatte, dachte ich es wäre richtiger sich mal mit dem Original zu befassen. Hm. Also war 30 Minuten das Selbe. Nur authentischer. Nach ganz coolem Anfang flacht der Film leider ab. Typisch nerviges Found-Footage-Material. ABER DANN! Die letzten 15 Minuten waren wohl das Spannendste und Beängstigendste was ich seit langem gesehen habe. 7/10 Okt.
7
Während Sie schlafen... Die eigentlich recht einfache Story über eine Art Virus, welches ganz normale Leute zu zombieartigen Wesen mutieren lässt, reißt eigentlich keinen mehr vom Hocker. Doch wenn das Ganze dann mit der Idee verknüpft wird, alles in einer Art Mockumentary mit Handkameras zu filmen, kommt hier tatsächlich ein gewisser Grad an Authentizität rüber. Abgesehen von der nervig hysterischen Reporterin, sind alle Rollen gekonnt besetzt. Die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit und vor allem die Angst werden hier absolut fesselnd beim Zuschauer erzeugt. Mit einer gehörigen Ladung expliziter Gewalt und richtig gesetzten Schockmomenten ist [REC] eine absolut Runde Sache und für Fans des hand-held-Camera-Genres sehr zu empfehlen.
8
[Rec] schwimmt auf der Welle der Broadcast-Movies mit, dennoch sondert er sich auf geniale Art und Weise ab! Der Dokumentationsstil des Films scheint nichts Neues zu sein, spätestens seit "Blairwitch Project" ist der versierte Zuschauer dies gewohnt! Freunden des Horrors möge dieser Stil auch schon seit "Cannibal Holocaust" ein Begriff sein... Der Aufbau von Spannung durch diese Form der Kameraführung ist also ein altbewährtes Mittel, wird hier jedoch noch verstärkt, indem der Kameramann den ganzen Film über nicht zu sehen ist! Der Zuschauer ist also "mittendrin statt nur dabei!" Gerade durch die heutige, starke Präsenz solcher Dokutainment-Reportagen im TV scheint der Zuschauer einem wirklichen Bericht zu folgen und nicht einem Film. Gepaart mit kurzen, heftigen Schockmomenten und realistisch wirkenden Interviews baut der kurzweilige Film einen enormen Spannungsbogen auf, der erst in einem furchteinflössenden Finale seinen Höhepunkt erreicht!
6
Ein Film, der langsam anfängt, mit einer Story, die wirklich nicht viel zu bieten hat. Hier werden die Schock- und Gruselemente, sowie die Panik zusammengeführt. Das teilweise gut - sehr gut umgesetzt ist. Dies alles wird mit einer Handkamera gefilmt, wie man es aus Blair Witch oder Cloverfield kennt. Aber was mich dabei stört: Dass man oft im Hintergrund des Geschehens ist und oft nur den Rücken der vorderen Personen sieht, aber ist nun mal realer... Ich bin kein Fan von diesen Handkamerafilmen, deshalb ist der Film nur begrenzt etwas für mich. Obwohl der Streifen mit wenig Gore auskommt und mit Schauspielern besetzt ist, die ihre Sache ordentlich machen, fehlt mir der Hype irgendwie. Der Schluss ist sehr ansprechend gemacht. Trotz allem fehlt der Kick zu einem für mich guten Film. Deshalb gibt es 6,5 Punkte.
5
!! Achtung Spoiler !! [Rec] hat mir von der Idee her gut gefallen: Ein Sparten-TV Doku Kamerateam begleitet Feuerwehrleute und bei einem Einsatz passiert dann das "Ungeheuerliche" - ein Zombie Virus bricht aus. Auch dieser Handkamerastil gefällt mir, gerade Cloverfield konnte mich in dem Bezug sehr überzeugen. Jedoch unglaublich nervig ist das ständige Geplapper und Gekreische der Moderatorin. Zudem ist das naive und hysterische Verhalten von Polizei und Feuerwehr wirklichkeitsfremd umgesetzt. Da fragt man sich: Haben die in ihrer Freizeit noch nie einen Horrorfilm geguckt? Und wie ein anderer Review-Autor hier schon angesprochen hat, die Story ist auch recht daneben. Da meldet ein Veterinär einen unbekannten Virus, den er bei einem Hund entdeckt hat, und die Polizei riegelt direkt das zugehörige Wohnhaus mit einer gefühlten Hundertschaft ab? Natürlich erst nachdem die Feuerwehr, Polizeibeamte und das Kamerateam hineingegangen sind... 4,5/10
6
[Rec] ist ganz knapp vor der 7-Punkte-Marke hängengeblieben. Die spanische Produktion beginnt recht vielversprechend und nutzt dabei einen semidokumentarischen Stil, der durch eine subjektiv agierende Wackel-Kamera verstärkt wird. Diese Art des Film-Makings führt dazu, dass sich der Zuschauer als Teil der dramatischen Handlung sieht und die Bedrohung im Mietshaus förmlich zu spüren beginnt. Heftige Soundeffekte klatschen den Filmfan entsprechend in den Sessel und lassen das Adrenalin in den Blutkreislauf strömen. An Gewaltszenen und Bluteinlagen wird nicht gespart - alles sieht auch noch erschreckend realistisch aus. Fazit: Innovativ ist nur die filmische Umsetzung des Geschehens. Die Storyline an sich ist nicht der Burner. Ein schlichtes, aber effektives und vor allen Dingen kurzatmiges Horrorteil, das nicht den breiten Massenmarkt bedient.
9
Da merkt man erstmal, wie wegweisend BLAIR WITCH wirklich war, wenn noch Jahre später Nachahmer die wackelige subjektive Kameraführung für sich entdecken und effektiv einsetzen. Da wird das Kino zur Geisterbahn, so sehr steckt man mittendrin im schrecklichen Geschehen. Und selbst die Hexenpseudodoku, obwohl eben das große Vorbild und Original, ging nicht dermaßen an die Nieren wie dieser spanische Höllentrip, der in seinen letzten 15 Minuten zum Stoff wird, aus dem die Alpträume sind. Auch wenn die Hausbewohner ziemlich klischeehaft dargestellt werden und die Handlung sich ungeniert bei sämtlichen Zombie-, Dämonen- oder Infiziertenschockern von TANZ DER TEUFEL bis 28 DAYS LATER bedient, so stellen sich angesichts der ungeheuren Wirkung der Bilder berechtigterweise folgende Fragen: Ist die First Person Perspektive die Zukunft des Horrors? Und können herkömmlich gedrehte Filme da noch mithalten?
7
Wer Blair Witch mochte wird mit REC ebenfalls seine Freude haben. Nach dem mehr als enttäuschenden Cloverfield, dessen Kameragewackel sämtliche Grenzen des Ertragbaren überschritt, haben wir mit REC wieder einen Film in solcher Optik, dem man wenigstens folgen kann. Blair Witch bleibt für mich einfach die ungeschlagene Nummer 1 in Sachen halbdokumentarischer Terrormovies, aber ganz dicht dahinter folgt schon REC, der eine ähnlich bedrohliche Atmosphäre erschaffen kann. Wurde in Blair Witch noch fast alles der eigenen Fantasie überlassen, wird bei seinem spanischen Pendant voll drauf gehalten. Hier sind es infizierte Menschen die für Angst und Schrecken sorgen. So ist REC ganz klar eine Mischung aus Blair Witch meets 28 Days Later. Wer mit der Machart solcher Filme keine Probleme hat, dem kann ich REC definitiv ans Herz legen. Mehr Spannung und Grusel gibts zurzeit in keinem anderen Film! 8 von 10 Punkten
8
Hier treibt kein überdimensionales Monstrum wie in Cloverfield sein Unwesen, sondern durch eine Hundeseuche infizierte Zombies, die wie in 28 Days oder Dawn of the Dead mit einem Affentempo ihren hysterischen Opfern hinterher rennen. Die Kameraführung ist saugeil in Szene gesetzt, es kommt zu augenblicklichen Tonaussetzern, die mit Gekreische von dem ein oder anderen Protagonisten wieder einsetzen und man als Zuschauer nur gespannt und mit geöffnen Mund das Geschehene verfolgt. Besonders der "Auschwitz-Zombie", mit dem viel zu großen Schlübber, am Ende des Films war echt ekelhaft anzusehen...Noch'n Pluspunkt gibts für das nette Bad End... Solide 8/10